 | Das erste Treffen junger Führungskräfte in Mannheim wurde durch den Mitarbeiter der damaligen IHK Mannheim, Dipl.-Kfm. Georg Helmut Lorenz, am 20. November 1951 organisiert. Es war ein solcher Erfolg, dass schon im folgenden Frühjahr der Juniorenkreis gegründet wurde. Georg Helmut Lorenz wurde am 18. Oktober 1907 in Chemnitz geboren. Er leitete ab 1949 zwei Kammerreferate: die allgemeine Volkswirtschaftliche Abteilung einschließlich Grundsatzfragen sowie das Referat Banken und Versicherungen. |
Im Rahmen des ersteren hatte er vor allem die periodischen Wirtschaftsberichte der Kammer auszuarbeiten. Daneben wirkte er bei den Kammergutachten über gerichtliche Vergleiche mit. Ferner oblag ihm die Öffentlichkeitsarbeit (Verbindung zu Presse und Rundfunk). Als die Kammer ihren Juniorenkreis bildete, betreute Herr Lorenz auch diesen und hat ihn nach einer relativ kurzen Anlaufszeit zu fruchtbarer Entwicklung gebracht. Nach seinen eigenen Angaben war sein Vater der Textilfabrikant Karl Lorenz in Chemnitz. Helmut Lorenz studierte Wirtschaftswissenschaften von 1929 bis 1932 in München, Köln und Berlin. In Berlin wurde er im Oktober 1935 promoviert. Von diesem Zeitpunkt ab war er bis zu seiner Einberufung in die Wehrmacht Mitarbeiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der IG-Farben-Industrie AG, Berlin, zunächst als Referent in der Abteilung Chemiewirtschaft, später als Abteilungsleiter für die Abteilungen (Markt-) Forschung und Planung, ab 1942 dann als Ressortleiter für das Ressort Chemiewirtschaft. Von März 1943 bis September 1945 war er Angehöriger der Wehrmacht. Letzter Dienstgrad: Leutnant der Reserve in einer Panzerdivision. Vom 7. Januar bis zum 1. Juni 1947 war er Consultant in der Industrieabteilung Omgus Berlin, seit 1. Juni 1947 arbeitete er bei der IHK Mannheim. Mitte 1953 verließ Dr. Lorenz die IHK Mannheim und wechselte zur Berliner Industriebank A.G. in Berlin.