Wirtschaftsjunioren befragen rund 800 Bürger zur Metropolregion Rhein-Neckar
Mannheim/Ludwigshafen, Heidelberg – Sieben von zehn Bürgern sehen Vorteile in der Tatsache, dass sie in der Metropolregion Rhein-Neckar leben und arbeiten. Jeder sechste wünscht sich mehr Informationen. So die Ergebnisse einer Umfrage der Wirtschaftsjunioren (WJ) Mannheim-Ludwigshafen und Heidelberg unter rund 800 Bürgern der Region. Ziel der Befragung war es, festzustellen, wie gut die Bevölkerung über die Entwicklung der Metropolregion Rhein-Neckar informiert ist und inwieweit die Veränderungen durch die Metropolregion von der Öffentlichkeit wahrgenommen und beurteilt werden. Die Befragung wurde als Straßenumfrage in Städten wie Speyer, Mannheim oder Ludwigshafen vor Ort durchgeführt. Parallel dazu war auch eine Teilnahme im Internet möglich, von der reger Gebrauch gemacht wurde. Hohe Identifikation mit der Metropolregion Die Zugehörigkeit zu einer Metropolregion wurde von knapp 70 % der Befragten durchweg positiv beurteilt. 68,5 % gaben an, sich mit der Metropolregion Rhein-Neckar identifizieren zu können. Präferenzen hinsichtlich des einen oder anderen der genannten Bereiche kulturelles Angebot, medizinische Versorgung, Verkehrsnetz, Bildung oder Lebensqualität konnten nicht festgestellt werden. Auch werde das Freizeitangebot der gesamten Metropolregion rege genutzt: nur 10,2 % der befragten Bürger machen davon lediglich wohnortnahe Gebrauch. „Überraschend positiv sprachen sich die Bürger aber auch für die Bildung von Kompetenzzentren aus. So kann sich bereits jeder Zweite die Bündelung von Kompetenzen vorstellen, auch wenn dies eine Verlagerung von Einrichtungen innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar zur Folge hätte“, stellt Kai Wieters, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der WJ Mannheim-Ludwigshafen fest. Hohes Interesse an Entwicklungen in der Metropolregion Die Ergebnisse der Umfrage zeichnen eine durchweg positive Momentaufnahme zur Metropolregion Rhein-Neckar, lassen jedoch auf einen generellen Nachholbedarf bei der Öffentlichkeitsarbeit schließen. So gab auf die Frage, wie gut sie sich über die Metropolregion Rhein-Neckar bisher informiert fühlen, nur etwa die Hälfte der Befragten an, zufrieden zu sein. Insbesondere zur „Organisation“ Metropolregion Rhein-Neckar bestehe Informationsbedarf. 58 % der Umfrageteilnehmer wünschen sich vor allem Informationen über die neuen Strukturen. 27 % gaben an, sich auch persönliche Ansprechpartner und direkte „Anlaufstellen“ zu wünschen. Während etwa 85 % aller Befragten bei der Informationssuche zur Metropolregion generell das Internet nutzen, dürfte es positiv zu bewerten sein, dass sich aber auch bereits jeder dritte Bürger bei der Suche nach Informationen direkt an die Zukunftsinitiative bzw. die neu gegründete Metropolregion Rhein-Neckar GmbH wendet. Bürgerbefragung liefert wertvolle Erkenntnisse für weitere Arbeit Ohne repräsentativ zu sein, lieferte die Umfrage als „Stimmungsbarometer“ wertvolle Erkenntnisse für das regionale Engagement der Wirtschaftsjunioren, aber auch für die Arbeit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. „Die Ergebnisse sind bereits in ein konkretes Projekt geflossen: In Zusammenarbeit mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH und dem IHK Wirtschaftsforum veranstalten wir am 15. März 2007 in der IHK Rhein-Neckar einen Informationsabend für die ansässige Wirtschaft. Dort werden Antworten auf die Frage nach Strategie, Strukturen, Projekten und konkreten Chancen für den Mittelstand gegeben“, so Anke Cherdron, Vorstand der Wirtschaftsjunioren Heidelberg. Die vollständigen Umfrageergebnisse können bei den Wirtschaftsjunioren angefordert werden. Ansprechpartner: Annina Oppinger, Tel. 06232 290 073. 28. Februar 2007
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