Aktion wirbt für soziales Engagement
„So jung möchte ich noch mal sein – und so schlau wie heute“, sagt Rosemarie Breitschädel, als sie hört, wie alt ihr Gesprächspartner ist – 32 Jahre. Die 73-jährige Bewohnerin des Joseph-Bauer-Hauses und der 32-jährige René Gärtner, Mitglied der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen, entdecken sogar eine Gemeinsamkeit: die Jägerei. Die Wirtschaftsjunioren, Arbeitskreis Kritisches Engagement in der Politik, unternahmen am vergangenen Samstag mit sieben Bewohnern des Caritas-Pflegeheims einen Ausflug in den Luisenpark. Dabei übernahmen sie die Betreuung der Seniorinnen - von den Mitarbeitern des Joseph-Bauer-Hauses war lediglich Heimleiter Bernd Nauwartat dabei.
Mit dieser Aktion riefen die Wirtschaftsjunioren junge Menschen dazu auf, sich sozial zu engagieren, beispielsweise im Bundesfreiwilligendienst. „Wegen der Abschaffung des Zivildienstes möchten wir junge Menschen zu dem Bundesfreiwilligendienst ermutigen. Der ist wichtig für unsere Gesellschaft und bringt dem Einzelnen ganz besondere Erfahrungen“, sagt Jürgen Ding von den Wirtschaftsjunioren. Er und die anderen Mitglieder des Arbeitskreises leben den persönlichen Einsatz vor: Bereits im vergangenen Jahr engagierten sie sich im karitativen Bereich und strichen die Räume der Bahnhofsmission. „Uns ist wichtig, nicht nur Geld zu überreichen, sondern Zeit zu investieren“, betont Ding. Martin Slosharek fügt hinzu: „Außerdem wollen wir älteren Menschen unsere Wertschätzung zeigen.“
Rosemarie Breitschädel war die jüngste Ausflugsteilnehmerin, die Älteste war fast 94 Jahre alt - bei ihr staunten die Jungen besonders, wie fit sie war. Beim Schieben der Rollstühle entspannen sich viele Gespräche zwischen Alt und Jung. „Ich höre es so gerne, wenn die alten Menschen erzählen, wie sie früher gelebt und gearbeitet haben“, sagt Stefan Knopf. Nach einem langen Spaziergang durch den Park endete der Ausflug mit Kaffee und Kuchen im Café am Pflanzenschauhaus.
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