Kontrovers diskutiert am Aschermittwoch

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Unser Thema 2018: „PERSPEKTIVE EUROPA – BRAUCHT WIRTSCHAFT GRENZEN?“
Traditionell wurde am Aschermittwoch von der Evangelischen Akademie der Pfalz und dem Fachbereich „Kirche und Wirtschaft“ der Erzdiözese Freiburg in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen ein aktuell brisantes Thema mit ausgewählten Referenten diskutiert. In diesem Jahr wurden die Frage nach dem Mehrwert und der Zukunft der Europäischen Union mit Professor Dr. Friedrich Heinemann und Gilles Untereiner beleuchtet.

Prof. Heinemann fokussierte als Forschungsleiter am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim den europäischen Mehrwert. Die Grundfrage ist, was Europa als Gemeinschaft besser bewerkstelligen kann, als der jeweilige Einzelstaat. Als Entscheidungskriterien dienen hier u.a. die Denkweisen der Menschen in den Mitgliedsstaaten, die Kostenfrage sowie mögliche grenzüberschreitende Synergien. Anhand dieser Kriterien lässt sich feststellen, dass z.B. bei der Verteidigungspolitik ein europäischer Mehrwert erzielt werden kann, wohingegen die Agrarpolitik eher durch die einzelnen Mitgliedsstaaten koordiniert werden sollte.

Gilles Untereiner ist Unternehmensberater und Geschäftsführer der „Chambre Commerce Francaise en Allemagne“ und betrachtet Europa aus seiner ganz eigenen Perspektive. Für ihn stehen die interkulturellen Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Frankreich und Deutschland im Vordergrund. Bei der Frage nach der Perspektive für Europa verweist Herr Unterreiner auf die gemeinsamen Interessen der Mitgliedsstaaten, die trotz aller Gegensätzlichkeiten Europa zusammenhalten können.

Zwei unterschiedliche Ansätze die Frage nach der Zukunft Europas zu beleuchten, die jedoch beide gerade vor den wegweisenden anstehenden Entscheidungen wie z.B. zum Thema „Brexit“ zu dem Schluss kommen, dass Europa eine spannende Zeit bevorsteht. Dies spiegelte sich auch in der anschließenden Diskussionsrunde mit dem Publikum wieder, die deutlich machte, dass die Zukunft Europas viele weitere offene Fragen mit sich bringt, die jeden einzelnen von uns betreffen.

Ein Beitrag von Julia Henglein.


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