Spannend und schmackhaft: wie Brot auch entstehen kann

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Die Bäckereibranche ist nun sicher nicht der dynamischste Markt der Welt: Digitalisierung findet – wenn überhaupt – hinter den Kulissen statt und auch sonst blickt man eher auf ein Handwerk voller Tradition zurück als in eine Zukunft voller Innovation.
Inhabergeführte Einzelbäckereien, die an Ort und Stelle alles vom Rohprodukt bis zum fertigen Brot alles zubereiten, sind weitestgehend von der Bildfläche verschwunden, es dominieren SB-Backcenter in Supermärkten und Filialketten, die gefrorene Produkte finalisieren.

Das es auch anders geht, beweist Sebastian Däuwel. Er hat die Bäckerei „Die Brotpuristen“ ins Leben gerufen – und besinnt sich bei seiner Arbeit auf das klassische Handwerk in mordernem Gewand. Davon konnten sich 13 Wirtschaftsjunioren im April bei einer Veranstaltung des AK UfO vor Ort in Speyer überzeugen.
Wie der Name von Sebastians Bäckerei es vermuten lässt, hat er bei der Entstehung seiner Brote vor allem viel weggelassen. So entstehen handgemachte Laibe, reduziert aufs Wesentliche, die er dann tagesaktuell verkauft. Während er sich bei der Entstehung seiner Backwaren auf die qualitativ hochwertige Tradition bezieht, geht er in Sachen Sortiment und vor allem Marketing andere Wege. Verkauft wird lediglich Dienstag bis Freitag, und das auch erst ab 15:30 Uhr. Dazu kommt, dass die Brotpuristen lediglich vier Produkte anbieten: Baguette und Roggenbrot gibt es immer, hinzu kommen wechselnde Brote und am Freitag Burgerbrötchen für das Grillvergnügen am Wochenende. Wer will, kann sich auf der modernen Homepage über das Angebot informieren, sich per Newsletter über frische Ware benachrichtigen lassen und auch direkt online „bestellen“ und vor Ort abholen.
Die Verkaufszeiten ab 15:30 Uhr haben zur Folge, dass Sebastian und sein Team morgens um halb neun mit der Arbeit beginnen – und nicht wie früher üblich mitten in der Nacht. Das ist entspannter – und weil niemand morgens um 7 Uhr frische Brötchen erwartet, auch problemlos möglich.
Ein spannender Mix also aus traditionellem Handwerk und neuen Wegen, die die Brotpuristen beschreiten. Das trifft den Zeitgeist der Rückbesinnung auf möglichst unverfälschte, lokale Produkte und das schmeckt – davon konnten sich die Wirtschaftsjunioren nach ihrem Rundgang bei Käse, Wein und herrlich frischem Brot selbst überzeugen.

Ein spannender und schmackhafter Besuch in der Domstadt Speyer.
Wer mehr wissen will, hier geht es zur Webseite von „Die Brotpuristen“.

Ein Beitrag von Maximilian Hartmann.


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