Zukunft der Führung: warum sich jeder hinterfragen muss

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Wenn das Thema den Puls der Zeit trifft, muss der Gastgeber – die trio-group Mannheim – auch mal ein schwedisches Einrichtungshaus um zahlreiche Sitzgelegenheiten erleichtern. Über 100 interessierte Gäste kamen zum Impulsvortrag „Zwischen Extremen – autoritärer Führungsstil oder doch keine Führungskräfte“ auf Einladung der Wirtschaftsjunioren Mannheim-Ludwigshafen.
Drei Referenten gaben einen sehr aufschlussreichen Einblick in die verschiedenen Welten der Führung:
Der erste Referent, Florian Hochenrieder (Senior Expert and Lean Leader with Head, Heart & Hand), überraschte die Wirtschaftsjunioren und ihre Gäste mit seinem Vortrag. Der ehemalige Führungsoffizier bei der Bundeswehr berichtete, dass bei Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen der Bundeswehr gerne einmal die Dienstgradabzeichen von den Schultern entfernt werden und die anschließenden Aufgaben und Prüfungen im Team nach Fähigkeiten und Fertigkeiten verteilt werden – wer hätte das gedacht?!
Mit Humor und einer Allegorie von Swisscom zu Game of Thrones faszinierte Felix Hollenstein (Head of Human Centered Design, Swisscom) die Gäste. Der Konzern hat sich entschlossen, neue Wege der Führung zu gehen. Die Schweizer Presse kommentierte dies mit „Swisscom schafft die Chefs ab“. Und wenn Veränderungen anstehen, dann verteidigen Führungskräfte ihre Abteilungen, wie die Fürsten im Fantasy-Kassenschlager ihre Ländereien.
Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt machte anschaulich, welche Rolle unser Stammhirn beim Thema Führung spielt. Wenn ich auf ein anderes Lebewesen treffe, frage ich mich: 1. kann er/sie mich fressen? 2. kann ich ihn/sie fressen? 3. kann ich mich mit ihm/ihr paaren? Was zunächst etwas befremdlich, aber auch amüsant klingt, hat durchaus Tiefgang.
Die Impulse zeigten den anwesenden Unternehmern, Führungskräften und denen, die es noch werden wollen, wie wichtig es ist, sich selbst und seine Art mit Menschen umzugehen, immer wieder neu zu hinterfragen. In Zeiten ständiger Veränderung und neuer Anforderungen ist ein Führungsstil kein alter Stiefel, den man einfach durchzieht, sondern ein Softskill, an dem man ständig arbeiten sollte.
Die ausgiebigen und ausdauernden Gespräche der Gäste im Anschluss zeigten, wie viel Input die Referenten gegeben hatten und bestätigten das große Interesse an der Veranstaltung.

Ein Beitrag von Thomas Kauer. Fotos von Nikola Popovic / BLIM GmbH.

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