Social Business ist keine Sozialromantik, sondern vereint das Beste aus zwei Welten

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„We can create a world without poverty, because it is not the poor that create poverty.“  – Mohamad Yunus.

Wenn marktwirtschaftliches Unternehmertum auf soziale Verantwortung und dem Willen die Welt für uns Menschen positiver zu gestalten trifft, dann klingt das doch sehr nach der Vision der Wirtschaftsjunioren und JCI. UND es ist Deckungsgleich mit der Vision von Mohamad Yunus, dem Erfinder der Mikrokredite und der Social Business-Bewegung und neben Nelson Mandela und Mutter Theresa, der Träger drei höchsten Friedensauszeichnungen der Welt.

Aber was ist Social Business überhaupt und warum beschäftigten wir
Wirtschaftsjunioren in unserem Workshop mit dem Grameen Creative Lab
uns an einem Samstag damit?

Eine kurze Begriffsklärung: Ein Sozialunternehmen ist ein marktwirtschaftlich geführtes Unternehmen dessen Unternehmenszweck nicht die Gewinnmaximierung ist, sondern zur Lösung eines oder mehrere Nachhaltigkeitsziele der UN beiträgt. Bildung, Infrastruktur, Ernährung, sind nur drei Zielsetzungen der 18 SDGs.

Dabei ist es wichtig, dass ein Social Business es schafft selbst Überschüsse zu erwirtschaften, die das Unternehmen wachsen lassen. Dennoch gibt es eine Restriktion: Es dürfen keine Gewinne ausgeschüttet werden, sondern lediglich reinvestiert.

Mit diesem Gedanken Wirtschaftsprofessor Yunus nicht die Welt bekehren, sondern zeigen, dass es einen zweiten Weg des kapitalistischen Wirtschaftens gibt, der den Menschen als Unternehmer und Weltverbesserer in den Fokus stellt. Wenn 3% aller Unternehmen Social Businesses wären, könnten alle Nachhaltigkeitsziele umgesetzt werden, so Berechnungen der Grameen Bank.

Ist das nicht Grund genug sich tiefergehend mit diesem Konzept zu befassen? Ja, ist es!

Und das taten wir am 15.11.2018 an einem schönen Samstag. Ein kleines Grüppchen bestehend aus Wirtschaftsjunioren und Studenten der Mannheimer Universität, trafen sich, um zu verstehen und auszuprobieren, wie man die Welt dank Unternehmertum und der Charta der SGDs ein Stück besser machen kann. Dazu luden wir Michael Brohm, seines Zeichens Managing Director des Grameen Creative Labs in Wiesbaden ein, um uns tatkräftig zu unterstützen und uns in Mohamad Yunus‘ Vision einer besseren Welt zu entführen. Dabei klärte Michael die großen Fragen „Was ist ein Social Business?“, „Welche Konzepte haben sich durchgesetzt und welche Beispiele gibt es dafür?“ Vor allem interessant ist, dass sich Konzerne, wie Danone fest hinter dieses Konzept stellen und mehr als 50 Social Business gegründet haben, die sich u.a. mit einer besseren Nahrungsversorgung der unterernährten Kinder in Bangladesch kümmert. Und dabei noch den Obdachlosen eigenständige Arbeit als Verkäufer anbieten. Oder ein kolumbianisches Social Business, das mittlerweile über 20.000 Kaffeebauern eine schnellere medizinische Versorgung gewährleistet, frei nach dem genossenschaftlichen Gedanken.

Und da durften wir selbst an die Arbeit gehen

Zwei Gruppen, zwei Problemstellungen und zwei Geschäftsmodelle haben sich an diesem Nachmittag herauskristallisiert. Die erste Gruppe beschäftigte sich mit Ernährung sowie Abfallwirtschaft und ein Social Business aufgesetzt und dabei Schulen in den zentralen Fokus nimmt. Gruppe zwei hat sich mit struktureller Arbeitslosigkeit und neuen Jobvermittlungsmethoden nach Kompetenz und Fähigkeiten auf digitaler Basis beschäftigt. Wir schauen, ob nicht der ein oder andere Gedanken davon irgendwann in Form eines Social Business das Licht der Welt erblickt.

Unser Fazit

Und rundum gelungener Tag mit vielen neuen Impulsen, Ideen und mit der festen Überzeugung, dass wir aus dem richtigen Grund Wirtschaftsjunioren und Jaycees geworden sind.

Text und Bilder von Daniel Szkutnik


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