Brexit Deal or No-Deal?

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Manche Veranstaltungen sind schon nicht mehr aktuell, bevor sie überhaupt angefangen haben. Von unserer Veranstaltung „Brexit – Deal or No-Deal“ am 27. März 2019 in der Bibliothek der Kanzlei Rittershaus kann man das nun wahrlich nicht behaupten. Was wir bei der Planung der Veranstaltung noch nicht wissen konnten – sicherlich aber unterbewusst bereits geahnt hatten – war, dass genau zeitgleich das britische Unterhaus über die Alternativen zum Brexit abstimmen und Theresa May ihren Rücktritt anbieten wird.
Neben dem geschickt gewählten Termin sprachen jedoch vor allem die illustren Redner für den Besuch der Veranstaltung. So konnten wir Justin Benson – waschechter „Noch-EU-Bürger“, Director und Head of Automotive in UK sowie führender Brexit-Experte von KPMG – dafür gewinnen, uns über die aktuelle Stimmungslage in Großbritannien zu berichten und uns einen Ausblick auf die kommenden Wochen, Monate und Jahre zu geben. Weiterer Redner war Herr Dr. Martin Bürmann, Partner bei Rittershaus, der nicht nur über die rechtlichen Aspekte des Brexit referierte, sondern auch berichten konnte, wie es ist, mit einer Britin verheiratet zu sein und ob das nach einem Brexit überhaupt noch legal ist.

Bei der Veranstaltung wurde mit vielen Klischees aufgeräumt – manche jedoch auch bestätigt. Dass Justin Benson – der extra für unsere Veranstaltung aus Großbritannien angereist ist – unmittelbar nach seiner Ankunft um eine Tasse Tee gebeten hat, ist wohl in letztere Kategorie einzuordnen. Darüber hinaus wusste unser britischer Gast auf anschauliche und zugleich kurzweilige Art zu berichten, wie es überhaupt zum Brexit kommen konnte und warum die Sorgenfalten der britischen Industrie immer größer werden. Doch auch mit praktischen Investitionstipps für Jedermann hielt sich Justin Benson nicht zurück und empfahl den Erwerb großer Lagerflächen beim Hafen von Dover.

Rechtliches und Privates gab es schließlich von Dr. Martin Bürmann zu hören. So wurden zunächst die im Falle des Brexit relevanten Konstellationen im Aufenthaltsrecht, bei der Arbeitnehmerentsendung sowie die Thematik der Handelsbeschränkungen auch für den juristischen Laien anschaulich erläutert. Abschließend wusste Herr Dr. Bürmann dann auch noch humorvoll über die Sorgen seiner Kinder zu berichten, ob denn „die Mama nun bald nach England zurück muss“.

Seinen Ausklang fand der Abend dann – ganz im Sinne des AKI – bei britischem Fingerfood, französischem Wein, deutschem Bier und vor allem vielen interessanten Gesprächen.

Ein Bericht von Patrick Treitz.


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