Aschermittwochskontroverse: Wohlstand zu teuer?

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Traditionell zum Aschermittwoch findet in enger Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsjunioren Mannheim Ludwigshafen und dem Heinrich-Pesch-Haus ein kontroverser Impulsvortrag statt. Das Thema des diesjährigen Impulsvortrags ist „Was kostet mich mein Wohlstand? Impulse für eine Wirtschaft, die dem Leben dient“.

Megatrends wie Digitalisierung, Globalisierung und Urbanisierung bestimmen unseren Alltag. Diese fortwährende Entwicklung hat für unseren heutigen Wohlstand gesorgt. Und obwohl so viele Menschen wie noch nie im Wohlstand leben, zweifeln viele am Sinn ihrer Arbeit oder fühlen sich von der Gesellschaft ungerecht behandelt. .Immer mehr Menschen klagen über Erschöpfung und Stress. Doch was braucht es, dass unser Wohlstand mit unserem Wohlbefinden wieder übereinstimmt? Prof. Dr. Eduard Zwierlein war der diesjährige Referent und hat zum dem Thema „Was kostet mich mein Wohlstand?“ den Impulsvortrag gehalten.

Dabei vertritt Zwierlein die Meinung, dass insbesondere in den Unternehmen ein Umdenken erfolgen muss. Die Vorbildfunktion der Führungskräfte ist ausschlaggebender denn je. Der Mensch braucht in einer sich immer wandelnden Zeit eine Orientierung und ein Leitfigur, an der er sich orientieren kann. Darüber hinaus können durch die Internalisierung externer Kosten die Zuordnung von beschränkten Ressourcen beseitigt werden. Laut Zwierlein muss das Bewusstsein geschaffen werden, dass die Natur als auch der Mensch eine beschränkte Ressource ist. Wir müssen lernen mit den vorhandenen Gütern auszukommen. Ausschlaggebend dafür wird sein, dass wir ein anderes Verständnis von Wachstum erlangen. Wachstum steht nicht unbegrenzt zur Verfügung.
Ein Umdenken kann nicht von heute auf morgen erfolgen, aber Menschen sind sogenannte „Gewohnheitswesen“. Der Mensch reagiert unbewusst nach einem Verhaltensmuster mit immer gleichen Gewohnheiten. Ungewollte oder negative Verhaltensmuster können durch neue Gewohnheiten beseitigt werden. Durch regelmäßige Wiederholungen können diese neuen Gewohnheiten im Handeln etabliert werden und verändern so in kleinen Stücken das Verhaltensmuster vom Menschen. Denn man muss sich bewusst sein, dass jede kleine positive Veränderung schon dazu beiträgt, dass auf die natürlichen Grenzen geachtet wird und unser Wohlstand nicht unsere Natur und unsere Gesundheit kostet.

Ein Artikel von Alisa Butterbach mit Fotos von Julia Henglein.


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